Angebotsvergleich
Was kostet ein Umzugsunternehmen?
Umzugsunternehmen rechnen entweder nach Stunden oder zum Festpreis ab. Stundenweise beginnt es bei 25 Euro je Helfer und bei 48 Euro für einen LKW mit zwei Umzugshelfern, jeweils mit zwei Stunden Mindestabnahme. Der Festpreis für einen Stadtumzug startet bei 289 Euro. Welches Modell günstiger ist, entscheidet sich daran, wie gut die Menge vorher bekannt ist.
- Stundensatz ab 25 Euro je Helfer, LKW mit zwei Kräften ab 48 Euro
- Festpreis ab 289 Euro, verbindlich nach der Besichtigung
- Keine Zuschläge für Abend, Samstag oder Etage
- Angebot schriftlich mit allen Posten, nicht als Zahl am Telefon
Mo bis Sa 07:00 bis 23:00 Uhr
Stundensatz oder Festpreis: der entscheidende Unterschied
Beim Stundensatz zahlen Sie für die tatsächlich geleistete Arbeitszeit. Das ist fair, solange der Ablauf planbar ist, und es ist das günstigere Modell bei kleinen, gut vorbereiteten Umzügen. Der Nachteil liegt auf der Hand: Sie tragen das Risiko. Wenn der Aufzug am Umzugstag gesperrt ist, wenn die Halteverbotszone zugeparkt wurde oder wenn zwei Kartons mehr im Keller stehen als gedacht, verlängert sich der Tag und die Rechnung wächst mit.
Beim Festpreis tragen wir dieses Risiko. Der Betrag steht nach der Besichtigung fest und ändert sich nicht, wenn der Tag länger dauert. Dafür kalkuliert jeder seriöse Anbieter einen Puffer ein, weshalb der Festpreis bei einem reibungslosen Ablauf leicht über der Stundenrechnung liegen kann. Sie kaufen Planungssicherheit, und das ist bei einem Umzug mit festem Übergabetermin oft mehr wert als fünfzig Euro Differenz.
Die praktische Faustregel: Bis etwa zwei Zimmer, wenn alles gepackt ist und ein Aufzug vorhanden ist, fahren Sie mit dem Stundensatz meist besser. Ab drei Zimmern, bei Altbauten ohne Aufzug, bei Küchen oder wenn mehrere Etagen und Adressen im Spiel sind, ist der Festpreis die ruhigere Wahl. Wir bieten beides an und sagen bei der Besichtigung offen, welches Modell in Ihrem Fall günstiger aussieht.
Ein dritter Weg ist die Mischform. Fahrzeug und zwei Kräfte zum Festpreis, zusätzliche Leistungen wie Einpacken oder Entrümpeln nach Stunden. Das ist sinnvoll, wenn Sie einen Teil selbst erledigen wollen, aber noch nicht wissen, wie weit Sie damit kommen.
Was in einem vollständigen Angebot enthalten sein muss
Ein Angebot, das nur aus einer Zahl besteht, ist kein Angebot. Vergleichbar wird es erst, wenn jede Leistung einzeln benannt ist. Der Grund ist einfach: Zwei Betriebe können denselben Betrag nennen und trotzdem völlig Unterschiedliches meinen. Der eine baut Betten und Schränke ab und wieder auf, der andere stellt sie zerlegt in den Flur. Der eine bringt Decken und Gurte mit, der andere rechnet Material extra ab. Am Ende zahlt der Kunde mit dem knapperen Angebot mehr, weil die fehlenden Leistungen nachträglich dazukommen.
Diese Punkte sollten im Angebot stehen, und wenn einer fehlt, fragen Sie nach, bevor Sie unterschreiben.
- Fahrzeuggröße in Kubikmetern und Anzahl der eingesetzten Kräfte
- Anfahrt und Rückfahrt, also ob die Fahrzeit zum Kunden mitberechnet wird
- Ab- und Aufbau von Betten, Schränken und Regalen
- Möbeldecken, Gurte, Sackkarre und Werkzeug
- Halteverbotszone: beantragt, aufgebaut und wieder abgebaut
- Transportversicherung und Haftung, mit Nennung der Grenzen
- Mehrwertsteuer, ausgewiesen und nicht "zuzüglich"
Posten, die gern hinten angehängt werden
Die unangenehmen Überraschungen entstehen selten aus bösem Willen, sondern daraus, dass zwei Seiten unterschiedliche Dinge für selbstverständlich hielten. Trotzdem lohnt es, die üblichen Verdächtigen zu kennen und vorher abzufragen.
An erster Stelle stehen Zuschläge für Wochentag und Uhrzeit. Viele Betriebe rechnen den Samstag mit einem Aufschlag ab, manche auch Termine nach 18:00 Uhr. Bei einem Umzug über sieben oder acht Stunden mit drei Kräften summiert sich das spürbar. Wir haben diese Zuschläge nicht: Der Betrieb hat Montag bis Samstag von 07:00 bis 23:00 Uhr geöffnet, deshalb ist der Samstagabend bei uns ein normaler Arbeitszeitraum und kein Sondertarif.
An zweiter Stelle steht die Trageentfernung. Wenn zwischen Hauseingang und Fahrzeug mehr als eine bestimmte Strecke liegt, berechnen manche Anbieter einen Zuschlag je angefangene Etage oder je zusätzliche Meter. Das ist zulässig, muss aber vorher im Angebot stehen. Fragen Sie konkret: Was passiert, wenn die Halteverbotszone missachtet wurde und der Wagen fünfzig Meter weiter stehen muss?
Weitere Klassiker sind Wartezeiten, wenn der Schlüssel nicht rechtzeitig da ist, Entsorgungskosten für zurückgelassene Möbel, Anfahrtspauschalen bei Adressen außerhalb des Stadtgebiets und Aufpreise für schwere Einzelstücke wie Tresore, Aquarien oder Klaviere. Bei uns kostet der Klaviertransport ab 189 Euro mit Rollbrett, Gurtwerk und vier Kräften, die Entsorgung nach Aufwand ab 15 Euro je Stunde plus durchgereichter Deponiegebühr. Solche Beträge gehören ins Angebot, nicht ins Gespräch am Umzugsabend.
So machen Sie drei Angebote vergleichbar
Holen Sie zwei bis drei Angebote ein, aber schicken Sie allen dieselben Informationen. Wer dem einen Anbieter den Keller verschweigt und dem anderen nicht, vergleicht anschließend Äpfel mit Birnen und wählt am Ende den, der am wenigsten wusste. Mehr als drei Angebote bringen selten neue Erkenntnisse, kosten aber drei weitere Besichtigungstermine.
Achten Sie beim Vergleich weniger auf die Endsumme als auf die angenommene Dauer. Wenn ein Betrieb für dieselbe Wohnung fünf Stunden ansetzt und ein anderer acht, hat entweder der eine zu knapp kalkuliert oder der andere plant mit weniger Kräften. Beides ist erklärbar, und ein seriöser Anbieter erklärt es Ihnen auch. Fragen Sie außerdem, was passiert, wenn die Zeit überschritten wird: Gilt dann ein Festpreis, ein vereinbarter Stundensatz oder wird frei nachberechnet? Diese eine Frage trennt vergleichbare Angebote von unverbindlichen Zahlen.
- Eine kurze Beschreibung erstellen: Zimmerzahl, Fläche, Etagen, Aufzug, Keller, Sonderstücke
- Beide Adressen mit Etage und Zufahrtssituation angeben, nicht nur die Straße
- Diese identische Beschreibung an alle Anbieter schicken
- Auf einer Besichtigung bestehen, telefonische Pauschalen nur als Vorabschätzung werten
- Angebote nebeneinanderlegen und Posten für Posten abhaken, nicht nur die Endsumme vergleichen
- Bei Stundenangeboten die angenommene Stundenzahl erfragen und diese Zahl ins Angebot aufnehmen lassen
Woran Sie einen unseriösen Anbieter erkennen
Der Preis allein sagt wenig. Auffällig ist eher, wie ein Anbieter mit Informationen umgeht. Wer ein verbindliches Angebot am Telefon nennt, ohne die Wohnung gesehen zu haben, hat entweder viel Erfahrung mit Ihrem Wohnungstyp oder er rechnet nach. Wer eine Besichtigung als überflüssig bezeichnet, spart sich Aufwand, den Sie später bezahlen.
Weitere Warnzeichen sind: kein Impressum mit ladungsfähiger Anschrift, keine Auftragsbestätigung in Textform, Barzahlung ohne Rechnung, Vorkasse in ungewöhnlicher Höhe und ausweichende Antworten zur Haftung. Auch das Fehlen einer klaren Aussage zur Transportversicherung ist ein schlechtes Zeichen. Ein seriöser Betrieb sagt Ihnen ohne Zögern, in welchem Rahmen er haftet und wo eine zusätzliche Versicherung sinnvoll ist.
Ein Anbieter, der deutlich unter allen anderen liegt, ist nicht automatisch schlecht, aber er sollte erklären können, warum. Bei uns ist der Grund unspektakulär: kein Zuschlagsystem, keine Zwischenhändler und ein Betrieb, der lange geöffnet hat und dadurch mehr Termine in dieselbe Woche legen kann. Was wir dafür nicht anbieten, ist der Sonntag.
Nützlich ist außerdem ein Blick auf die Bewertungen, allerdings nicht auf die Durchschnittsnote. Interessant sind die schlechten Bewertungen und die Antworten darauf. Ein Betrieb, der auf einen berechtigten Vorwurf sachlich reagiert und eine Lösung nennt, ist verlässlicher als einer mit lauter Fünf-Sterne-Einträgen ohne Text. Achten Sie auch darauf, ob die Bewertungen über einen längeren Zeitraum verteilt sind oder ob zwanzig Stück in derselben Woche entstanden.
Zum Schluss der Punkt, der am meisten Ärger erspart: Lassen Sie sich die Auftragsbestätigung schriftlich geben, mit Datum, Startzeit, Adressen, Leistungen und Preis. Das ist kein Misstrauen, sondern die Grundlage dafür, dass am Umzugstag beide Seiten dasselbe erwarten.
Stundensätze im Überblick
| Leistung | Preis | Hinweis |
|---|---|---|
| Umzugshelfer ohne Fahrzeug | ab 25 € je Stunde | Mindestens zwei Stunden |
| Montagehelfer für Auf- und Abbau | ab 28 € je Stunde | Werkzeug bringen wir mit |
| Transporter mit Fahrer, 12 m³ | ab 44 € je Stunde | Fahrer packt mit an |
| LKW mit Fahrer, 21 m³ | ab 46 € je Stunde | Mit Hebebühne und Rampe |
| LKW mit zwei Umzugshelfern | ab 48 € je Stunde | Die gefragteste Zusammenstellung |
| Zweiter LKW auf derselben Tour | 24 € je Stunde | Nur zusammen mit dem ersten Fahrzeug |
Abends und samstags gilt derselbe Stundensatz wie am Dienstagvormittag. Alle Beträge inklusive Mehrwertsteuer.
Bevor Sie unterschreiben: fünf offene Punkte
Ist der Stundensatz oder der Festpreis günstiger?
Bei kleinen, gepackten Wohnungen mit Aufzug meist der Stundensatz. Ab drei Zimmern, im Altbau ohne Aufzug oder mit Küche ist der Festpreis in der Regel die sicherere und oft auch die günstigere Wahl.
Wird die Anfahrt mitberechnet?
Fragen Sie das bei jedem Angebot ausdrücklich ab. Manche Betriebe starten die Uhr am Betriebshof, andere an Ihrer Adresse. Bei mehreren Angeboten macht dieser eine Punkt schnell eine Stunde Unterschied aus.
Wie ist mein Hausrat während des Transports abgesichert?
Es gilt die gesetzliche Haftung des Frachtführers, die nach Gewicht begrenzt ist. Für sehr wertvolle Einzelstücke lohnt eine zusätzliche Transportversicherung. Melden Sie solche Stücke vor dem Termin an.
Was passiert, wenn etwas beschädigt wird?
Melden Sie den Schaden möglichst sofort und lassen Sie ihn im Protokoll vermerken, äußerlich erkennbare Schäden am besten noch am Umzugstag. Fotos helfen. Danach läuft die Regulierung über die Versicherung.
Muss ich eine Anzahlung leisten?
Bei uns nicht. Sie zahlen nach erbrachter Leistung gegen Rechnung. Eine hohe Vorkasse ohne schriftliche Auftragsbestätigung ist grundsätzlich ein Grund, genauer hinzusehen.
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Vergleichen können Sie erst mit Zahlen
Fordern Sie ein schriftliches Angebot an, aufgeschlüsselt nach Posten und ohne Zuschläge für Abend oder Samstag.